„Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen.“ (Cicero 106-43 v. Chr.)

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Meine Welt der Bücher

Kaum Lesen gelernt, entdeckte ich für mich die Welt der Bücher. Heute freut man sich, wenn die Kinder ein Buch zur Hand nehmen und darin blättern und Lesen. Damals, in den 1970er Jahren wurde es nicht gerne gesehen. Lesen hielt von der Arbeit ab und pflanzte Hirngespinste. Dieses Gefühl, das Lesen etwas unerwünschtes ist, prägte sich auch bei mir ein. Noch Jahrzehnte später erschrak ich, wenn ich jemanden kommen hörte und versteckte meine Lektüre.

Bücher waren im Haushalt keine vorhanden, sie wurden auch nicht gekauft oder geschenkt. Mir blieb die Gemeindebibliothek, die ich wöchentlich besuchte. Ich liebte es, mir dort Bücher auszusuchen und wartete sehnsüchtig auf die Gelegenheit, sie zu lesen. Ich tauchte ein, in die heile Welt der Kinder von Bullerbü und fieberte bei den Abenteuern der Fünf Freunde mit, als wäre ich selber dabei. Ich entfloh, zumindest für eine Zeit, der stets betrübten Stimmung zu Hause.

Auch nach meiner Heirat war Lesen nicht die gewünschte Beschäftigung einer jungen Hausfrau und Mutter. Doch wer das Bücherfieber einmal erwischt hat, wird es nicht mehr los. Ich holte mir regelmäßig Nachschub aus der Stadtbibliothek.

Seit Beginn des Studiums 2003 habe ich Zugang zur Universitätsbibliothek – eine unendliche Schatzkiste. Zudem haben sich die Zeiten geändert, und ich kann es mir mittlerweile leisten, Bücher zu kaufen. Es gibt für mich nichts schöneres, als in einer Buchhandlung zu sitzen, Bücher anzulesen, einzutauchen in die verschiedenen Geschichten und Wissensgebiete und mir schlussendlich eine Auswahl mit nach Hause zu nehmen. So hat sich bei uns eine sehr große Privatbibliothek angesammelt. Auch mein Mann liest seit ca. 20 Jahren, Bücher sind zu einem gemeinsamen Hobby geworden.